WILLKOMMEN AUF BORNHOLM
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Die lübischen Fehden

Auf Bornholm ließen sich die östlichen die pommerschen Hansestädte nieder:
Danzig, Kolberg und Gripsvold (Greifswald).

In der westlichen Ostsee wuchs Lübeck heran und errang die Vorherrschaft, und der Druck, der von dort zu spüren war, wurde ständig größer.

Bornholm lag mitten in den »lübischen Strömen«, wie es die Kaufleute nannten, doch die mächtigen Lübecker begnügten sich nicht damit, die Insel als Zwischenstation zu benutzen oder ihre Läden dort zu errichten und um eigene und die Produkte der Insel zu feilschen.

Zu den Schädigungen und Übergriffen der Bischofs macht auf Personen und Eigentum kamen nun die Belästigungen der Lübecker, und als im 16. Jahrhundert Kriegsstürme über die Ostsee jagten, sollte es Bornholm bald wieder schlimm ergehen.

Die Reichtümer der Insel verlockten zur Plünderung, und 1509 erzwang eine lübische Kriegsflotte von den Bornholmern eine riesige Kriegskontribution.

Im Jahr darauf kamen die Lübecker wieder, setzten Kriegsvolk an Land und wüteten mit Schwert und Feuer. Nexø und Aarkeby gingen in Flammen auf, und die Bevölkerung, die sich vergeblich mit der Waffe in der Hand zu wehren versucht hatte, musste sich eine neue, drückend schwere Kriegskontribution gefallen lassen. Als die Lübecker ihr einträgliches Spiel das dritte Jahr versuchten, wurden sie, während ihres Plünderns, von König Hans' neugeschaffener dänischer Ostseeflotte vertrieben.

1522 kehrten sie zurück, brannten Hammershus nieder und brandschatzten das Umland des Schlosses. Gerade zu diesem Zeitpunkt hatte Christian II. die Bischofsmacht endgültig besiegt und die Insel an sich genommen, doch im Jahr darauf irrte er ratlos und landflüchtig umher, und die Lübecker, nicht faul, fischten in diesen aufgerührten Gewässern.

Obwohl die Bornholmer gerade eine enorme Kriegskontribution an eine schwedische Flotte hatten entrichten müssen, pressten nun die Lübecker eine entsprechende Beute an Silber, Ochsen, Schafen und Tonnen Bier aus dem unglücklichen Land, nahmen außerdem noch die gesamte Insel in ihre Obhut und setzten einen Verwalter ein.

Der konnte jedoch nicht verhindern, dass im selben Jahr eine Flotte aus Danzig vor Nexø Anker warf und sich ein »ehrliches und gutwilliges Geschenk« vom Wohlstand der Insel erpresste. Diese ständigen gewaltigen Kriegskontributionen verraten, wie reich Bornholm durch seine Fischerei, Schifffahrt, Handel und Landwirtschaft geworden war.

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20.07.2018 - Spruch des Tages: Kein Pilz ist klein genug, um nicht auch ein Glückspilz zu sein.