Der erste Treuebrief

Als einer der leichtsinnigeren Erzbischöfe 1319 sich mit schwedischen und deutschen Kreisen zu verbünden versuchte, und der mächtigste Mann des Reiches, Marschall Ludvig Albrektsen, aus diesem Anlass Hammershus eingenommen und den Bischof dort verjagt hatte, wurde im Namen der Bornholmer zum erstenmal in der Geschichte ein offener Brief verschickt, in dem alle Einwohner des Landes »mit zum Himmel erhobenen Händen und bei unserem Glauben schwören und geloben, dass wir unserem Herrn König mit allen Mitteln fest zur Seite stehen und ihm getreulich dienen wollen, bis ihm alle Schäden und alle Ausgaben voll ersetzt worden sind, die er und seine Leute für unsere Befreiung und den Rückkauf des Landes von der Lunder Kirche gelitten und geleistet haben«.

Der Marschall, der übrigens nach dem Tod des Königs die Burg selber behielt, hatte deutlich die Absicht, sich die Bezahlung seiner Kriegskosten durch die Befreiten zu sichern, was das schöne Dokument etwas verunziert.

Auch später sollten den Bornholmern derartige Treuebekundungen diktiert werden, die dennoch nicht ganz falsch waren, denn tatsächlich hielten die Bornholmer an ihrem Zugehörig­keitsverhältnis zu Dänemark fest.




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09.12.2022 - Spruch des Tages: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern zur Tat zu schreiten, obwohl man Angst hat.


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