WILLKOMMEN AUF BORNHOLM
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Lilleborg und Hammershus

Päpstliche Archive berichten, dass 1259 die Burg des Königs auf Bornholm gestürmt und zerstört und die 200 Mann Besatzung niedergemacht wurden.

Dies tat »der wohlgeborene Herr« Jaromir, Fürst über Rügen, während eines Feldzugs, den er später nach Kopenhagen fortsetzte, um auch diese Stadt einzunehmen. Der Erzbischof in Lund, Jakob Erlandsen, stand dahinter, und der Papst setzte ihn aus diesem Anlass ab.

Jene Burg muss Lilleborg gewesen sein, die damit ihre kurze Karriere als »Bornholms Burg« beendete und seitdem eine ehrwürdige Ruine im Großwald der Insel, Almindingen, ist. Sie muss etwa gleichzeitig mit den Kirchen, um 1200, als Ersatz für die nahegelegene, vielleicht in der Wikingerzeit ausgebesserte Fluchtburg Gamleborg gebaut worden sein, die vermutlich nicht mehr den Anforderungen der Zeit entsprochen hatte. Doch etwa zur selben Zeit, da Lilleborg unter­ging, hatte der Erzbischof eine noch stärkere und größere Burg an der Nordspitze der Insel errichten lassen, Hammershus, deren Schicksal vier Jahrhunderte lang gleichbedeutend mit der Geschichte Bornholms sein sollte.

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Die Streitigkeiten zwischen Königen und Erzbischöfen tobten weiter, und Hammershus war in den Händen bald der einen, bald der anderen Partei. Trotz wechselnden Kriegsglücks hatten die Bischöfe die Insel ständig im Griff, und durch den Vergleich mit Erik Klipping 1267 erhielt das Erzbis­tum drei der Amtsbezirke Bornholms, während der König den vierten, den Amtsbezirk Rønne, zur Deckung seiner Kriegskosten an den Wendenfürsten Vitslav verpfändete, der ihm während der Kämpfe geholfen hatte.

Im Jahr darauf wurde das Pfand einem dänischen Großherrn verkauft, und als sich Erik Menved im Jahre 1303 gezwungen sah, dem Erzbistum in Lund den Amtsbezirk Rønne zuzusichern, konnte er es von den Erben dieses Groß­herrn nicht einlösen.

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Während der wiederaufflammenden Kämpfe zwischen Königs und Bischofsmacht erhob sich der König einige Male zum Herrn über Hammershus und Bornholm. Im Jahre 1326 musste jedoch der frisch­gebackene König Valdemar III., das Mündel des Grafen Gerts des Kahlen, Hammershus an den Erzbischof Karl den Roten übergeben und ihm im Jahr darauf einen schonischen Amtsbezirk überlassen, um dem Erzbistum die Unkosten bei der Einlösung des Amtsbezirks Rønne zu ersetzen.

Mit 1.000 Mark »neuen schonischen Geldes« kaufte dann der Erzbischof den Amtsbezirk Rønne, musste aber versprechen, auf Verlangen die gesamte Insel dem König zurückzugeben.

Indessen blieb ganz Bornholm fast zwei Jahrhunderte lang, bis 1522, in der Macht der Kirchenfürsten.

So wie man heutzutage um Baugrundstücke handelt, so leicht also handelte man damals über die Köpfe der Bornholmer hinweg um ihre Amtsbezirke.

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Die Bornholmer selbst hatten genug damit zu tun, Hammershus zu einer der stärksten Festungen Nordeuropas auszubauen und ansonsten die unersättlichen Forderungen der streitenden Parteien nach Geld und Mann­schaft zu erfüllen.

Der Preis für den Amtsbezirk Rønne sagt einiges darüber aus, wie die Insel zu diesem Zeitpunkt ausgebeutet wurde.

An der staatlichen Oberhoheit der Dänen und der kirchlichen Oberhoheit Lunds gab es jedoch nie einen Zweifel. Die Verpfändungen und »Abtretungen« bestanden in dem Recht, Steuern einzutreiben.

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